Wildbienennistplätze
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Das Thema Wildbienen ist im Choufgarte® eines der wichtigsten, denn sie sind die heimlichen Motoren unserer Biodiversität. Hier ist eine Übersicht, wie du deinen Garten in ein wahres Bienen-Paradies verwandelst:
Das „Bienen-Hotel“ ist nur der Anfang
Oft denken wir bei Wildbienen sofort an die klassischen Holzkästen mit Löchern. Doch wusstest du, dass über 75 % unserer heimischen Wildbienen im Boden nisten? Ein paar gebohrte Löcher im Holz sind super, aber sie sind nur die „Penthouse-Wohnungen“ für eine Minderheit.
Die 4 Säulen der Wildbienen-Architektur
- Offene Bodenstellen (Die „Sandlinse“): Such dir eine sonnige, ungestörte Ecke und schaffe dort eine Fläche mit ungewaschenem Sand oder einem Sand-Lehm-Gemisch. Viele Sandbienen brauchen diese kahlen Stellen, um ihre Gänge tief in die Erde zu graben. Ein sauber gemähter Rasen ist für sie wie eine versiegelte Betonfläche.
- Markhaltige Stängel (Senkrecht!): Pflanzen wie Brombeeren, Königskerzen oder Holunder haben im Inneren ein weiches Mark. Manche Bienenarten nagen sich dort ihre Gänge selbst.
- Wichtig: Diese Stängel darfst du nicht bündeln und waagerecht aufhängen. Binde sie einzeln und senkrecht an einen Zaunpfahl oder lass sie einfach als „Wintersteher“ im Beet. Die Bienen brauchen die aufrechte Position.
- Totholz & Hartholz (Die Klassiker): Wie wir bei der Totholzstele gelernt haben: Nutze Hartholz (Eiche, Buche, Esche) und bohre von der Seite (quer zur Faser). Wenn du ins Stirnholz bohrst, entstehen Risse, durch die Feuchtigkeit eindringt – das Todesurteil für die Larven.
- Leere Schneckenhäuser: Es klingt fast unglaublich, aber es gibt spezialisierte Mauerbienen, die ausschliesslich in leeren Gehäusen von Weinbergschnecken nisten. Sie legen ihre Eier hinein, drehen das Haus in die richtige Position und mauern es mit Pflanzenmörtel zu. Lass leere Schneckenhäuser also unbedingt im Garten liegen!
Der Choufgarte®-Erfolgsfaktor: Die „Flugdistanz“
Das beste Bett nützt nichts, wenn der Kühlschrank leer ist. Wildbienen haben oft nur einen Flugradius von 50 bis 200 Metern. Deine Nistplätze funktionieren also nur, wenn direkt daneben dein Krautsaum, die Kopfweide, Deine Trockenmauer oder andere Naturmodule stehen.
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